Multicolor

Fletz im Kino: Montage von Georg Hornung

Fletz im Kino: Montage von Georg Hornung

Das aktuelle Programm Multicolor beinhaltet Filmmusik nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge: Zu den Soundtracks bringt das Trio Fletz auch Standbilder aus vielen Filmen auf die Leinwand.

So vielfältig die ausgewählten Filme sind, so farben- und facettenreich ist das Spiel der drei Saitenmusiker auf den insgesamt mehr als 250 Saiten. Mit Harfe, Hackbrett und Kontrabass setzen sie die Titel aus mehr oder wenigen bekannten Streifen auf völlig neue Weise um: Das Nachbarschaftsorchester Fletz braucht nicht mehr als drei Instrumente, um die Stücke überraschend anders klingen zu lassen. Zumal die Instrumente schon an sich überraschend genug sind: Billy Joels „Root beer Rag“ auf dem Hackbrett – so hat das mit schwindelerregender Anschlagzahl noch keiner geklöppelt.  „Summertime“ als virtuose Harfenträumerei – unerhört! Auf dem Kontrabass mit nur vier Saiten wird  mehr als nur aufgestrichen – nach allen Regeln der Kunst. Kurzum: Die Fletz-Musik geht wieder neue, innovative Wege. Von Debussy-Anklängen bis Metallica reicht das musikalische Farbspektrum, ein Saitenflug durch Film-  und Folkmusik. Der musikalische Fletz bereichert sich durch Soundtracks, die im Grenzgebiet von Pop-, Jazz-  und Ethnomusik liegen.

Das Instrumental-Trio hat bei der Auswahl weniger Wert auf Popularität der Filme gelegt, als an faszinierenden Stories und Klängen. Bekannte und unbekannte Zelluloid-Themen verschmelzen auf unnachahmliche Art und Weise mit dem atmosphärischen –Sound der Saiteninstrumente.  Von La Strada bis Twilight reicht die Palette an Perlen der Filmgeschichte, die uns als Musiker selbst berührt hat bei Kinobesuchen oder DVD-Abenden. Ohrwürmer aus Woody Allen-Streifen, gewagte Adaptionen aus Star Wars: Faszinierend leicht und trotzdem nie banal arrangieren die Musiker Bild und Ton. Wunderbare Stimmungsbilder  laden zum Träumen ein. So breit die Emotionen sind, die ein Film und seine Musik wecken kann, so vielfältig schwingen die Saiten  und Resonanzen im Saal, wenn die FletzMusik die Bilder musikalisch umsetzt.  Technisch aufbereitet hat die Standbilder die befreundete Produktionsfirma bäumlerTV. Synchron laufen Musik und Bild vor dem Konzertbesucher ab.

Fletz - Montage von Georg Hornung

Fletz - Montage von Georg Hornung

Auch wenn die digitale Technik längst Einzug gehalten hat: Das Programm soll eine Remineszenz an die Zeit sein, als jedes Dorf noch ein eigenes Kino hatte. Trotz dem Erlöschen der Kinoprojektoren in diesen „Lichtspielhäuser“: Wie die Erinnerung an diese Zeit noch lange weiterlebt, so schwingt die Resonanz der Töne noch nach, auch wenn der Abend mit „Mulicolor“ schon vorbei ist.

 

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